Aktivitäten

 

 

 

 

Eine unvollständige Darstellung diverser Aktivitäten von MH-K 

 

EU

Viele Aktivitäten von Miguel Herz-Kestranek, wie z.B. das Schreiben von Zeitungsartikeln und das Halten von diversen Reden, die Leitung von Podiumsgesprächen, oder Moderationen, sind heute dem Gedanken der europäischen Einheit gewidmet. Als leidenschaftlicher und aktiver Europäer und überzeugt von diesem größten freiwilligen Demokratie- Sozial und Friedensprojekt der Geschichte ist MH-K Beiratsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik. www.euro-info.net

Er ist auch Mitglied des BürgerInnenforums Europa 2020 in Wien und arbeitet dabei im Thinktank dieser Vereinigung, wo zusammen mit Politikern, Wirtschaftsfachleuten und anderen Ideen, Projekte, Anregungen und Vorschläge zur Weiterentwicklung der EU und zur Europäisierung des Landes entwickelt werden.

MH-K als Gesprächsleiter Podiumsdiskussion Europatag 09. Mai 2005 mit dem ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel, der österreichischen Aussenministerin a.D. Ursula Plassnik, EU-Kommissare Jan Figel, Richard Corbett

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EU-Diskussion mit MHK „EUROPA – VISION UND WIRKLICHKEIT“ 27.März 2007

rechtes Bild: v.l.n.r.: Dr.Erhard Busek, Vizekanzler a.D.,Sonderkoordinator Stabilitätspakt Südosteuropa // MH-K // Moderator Dr.Rolan Adrowitzer, langj.Leiter ORF Studio Brüssel // Vizerektor Uni Wien Prof.Dr.Mag.Arthur Mettinger // Dr.Hannes Androsch, Vizekanzler a.D.


 

 

E X I L & N S

 

Vor allem aber das Thema Exil  1938 bestimmt nach wie vor viele Aktivitäten von MH-K, sei es als Schriftsteller, als Kommenator, oder Diskussionsteilnehmer. So ist er seit September 2008 Vizepräsident der ÖGE, der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung  www.exilforschung.ac.at und Mitglied bei weiteren einschlägigen Organisationen.

Das führt zu vielen weltweiten Kontakten, aber auch zu  Freundschaften mit ehemalgen Exilierten. Sein Interesse, aber auch seine jüdischen Wurzeln brachten und bringen seine aktive Beschäftigung mit österreichischer Zeitgeschichte mit sich, die auch immer wieder in seine Bücher oder in Rezitationsprogramme einfließen, und so gibt es kaum eine einschlägige Gedenk-Veranstaltung, oder Ehrung, wo MH-K nicht aktiv oder als Zuhörer zu finden ist.

So gestaltete er bei zahlreichen Veranstaltungen anlässlich zeitgeschichtlicher Gedenktage und ähnlicher Anlässe aus einem inzwischen großen  literarischen Fundus jeweils sensible und tiefgehende programmatische Lesungen  zum Thema Österreich und dessen geschichtlicher Vergangenheit.

Exilgedichte sind auch ein zentrales Thema im Buch „In welcher Sprache träumen Sie?, Österreichische Exillyrik“, mittlerweile das Standradwerk zu diesem Thema, das MH-K als Mitherausgeber betreut hat, oder in frühen Jahren ein kleines Büchlein über den österreichischen   Lyriker Theodor Kramer, das MH-K als Herausgeber gestaltete und das damals mithalf,  diesen großen vertriebenen jüdischen Dichter wieder zu entdecken. Miguel Herz-Kestranek ist Kuratoriumsmitglied des  DÖW, des Dokumentationszentrums des Österreichischen Widerstandes, www.doew.at, welches sich unter anderem mit Widerstand und Verfolgung, Holocaust und Exil, Täterforschung beschäftigt.

Als dies für österreichische bzw. für Intellektuelle oder Künstler noch nicht „political correct“ war, suchte er den Kontakt  zum Wiener jüdischen Gemeindezentrum und gestaltete dort etliche Vortragsabende,  wobei er immer daran interessiert ist, sein Publikum  von Theater und  TV in jüdische Veranstaltungsstätten zu ziehen und auf diese Weise zum Abbau von Unwissenheit oder Barrieren beizutragen.

Im damals durch die sogenannnte „Waldheimaffäre“ sensiblen sogenannten  „Anschluss-Bedenkjahr“ 1988, bereiste Herz-Kestranek im Anschlussmonat  März auf einer Lesetournee für vertriebene ehemalige Österreicher  mit dem Programm „A propos Wien“ Israel.  Bei dieser Gelegenheit gestaltete er für den ORF das literarische TV-Feuilleton  Vergiss das Wort, vergiss das Land über österreichische  Emigranten in Israel, das zweimal im ORF, sowie in 3-sat ausgestrahlt wurde und mittlerweile vom Österreichischen Unterrichtsministerium für schulbildnerische Zwecke verwendet wird.

Mit Programmen vetriebener jüdischer Wiener Dichter machte er auch zwei Tourneen in die USA. In New York, Washington, Los Angeles und San Franzisco las er diese österreichisch – jüdische Literatur in Kulturzentren,  Universitäten , bei jüdischen Organisationen zum Teil vor großer

Zuhörerschaft in großen Sälen.

Dabei zeigte er auch seinen in Israel gedrehten Film und brachte so bei den den zahlreichen Veranstaltungen nicht nur die Literatur jüdischer österreichischer  Dichter, sondern auch die damit verbundene Thematik vor allem den Nachkommen der seinerzeit Vertriebenen nahe.

 

Als Konrad Mautner-Preisträger – benannt nach dem jüdischen Wiener Großindustriellen, der sich Anfang des letzten Jahrhunderts Verdienste um österreichische Volkskunst erwarb, sowie als Botschafter der Tracht (siehe: Presse&Info /Auszeichnungen) tritt MH-K immer wieder öffentlich für die „Nazi-Entsudelung“ der Tracht ein, wobei er immer die Erinnerung an die Nazi-Gesetze wachhält, welche ab Frühjahr 1938 Juden das Tragen von Tracht verboten hatten.

Dass MH-K immer wieder auch antisemitischen Angriffen ausgesetzt ist, zeigt unter anderem die Karikatur in einer SS-Zeitung, die ihm anonym zugeschickt wurde.

 

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1938

 

Der Umgang und die Korrespondenz mit 1938er-Emigranten hat einen großen  Stellenwert im Leben und in zahlreichen Aktivitäten von MH-K.

Von unzähligen Beispielen sei nur eines genannt:  Im österreichischen Parlament gestaltete und rezitierte Miguel Herz-Kestranek  im Jahre 2003 den literarischen Teil der Feierstunde gegen Gewalt und Rassismus am Gedenktag am 5. Mai und erinnerte in seiner programmatischen Lesung in Anwesenheit  aller Abgeordneten und des österreichischen Bundespräsidenten an die

Vertreibung und Exil im Jahre 1938.

Seine Freundschaft mit dem aus Wien nach New York emigrierten internationalen Bestsellerautor Frederic Morton fand ihren Ausdruck unter anderem darin, dass  Morton zwei Bücher MH-K’s bei zwei großen Buchpräsentationen  vorstellte und die Laudatio hielt.

Seit den Dreharbeiten zu der TV-Dokumentation „Vergiß das Wort,  vergiß das Land“ über österreichische Juden, die 1938 in  Israel eine neue Heimat gefunden haben, stand er in Verbindung mit der inzwischen  92-jährig verstorbenen Anny Robert in Israel, deren Lebensgeschichte und

Gedichte er als Mitherausgeber fungierte. (siehe: Bücher)

Eine herzliche Freundschaft verband MH-K auch mit dem mit 92 Jahren verstorbenen  Jaques Arndt in Buenos  Aires, der in den Vierziger Jahren des letzten jahrhunderts mit MH-K’s Vater in Montevideo eine Radiosendung gemacht hatte und der selbst über Jahrzehnte hindurch in zahllosen Kultursendungen seine österreichische Heimat, die ihn vertrieben hatte, in Argentinien bekannt gemacht hat.

So wie für etliche andere hat MH-K auch diesen ehemaligen Österreichcher beim österreichischen Bundespräsidenten für eine österreichische Ehrung vorgeschlagen, die dieser Vertriebene dann auch noch vor seinem Tod erhalten konnte.

Eine tiefe Freundschaft und steter Kontakt verband ihn auch mit dem hochbetagten österreichisch-jüdischen Schriftsteller Fritz Kalmar in Montevideo, für dessen letztes Buch „Das

Wunder von Büttelsburg“ 1999 MH-K das Cover-Bild gezeichnet und das Vorwort geschrieben hat. Er erwirkte die späte Aufnahme Kalmars in den Österreichischen P.E.N-Club und hielt anlässlich der Buch- Präsentation die Laudatio über  Fritz Kalmar.

 

 

                                              

 

Für den in der Emigration in La Paz verstorbenen und bislang vergessenen großen Österreicher, den Theatermann und Dichter Georg Terramare, dessen berührendes letztes Werk, die „Wiener Weihnachtslegenden“  Herz-Kestranek als Buch und als CD herausbrachte, gelang es, auf Herz-Kestraneks  Initiative hin, daß auf einer Ehrengedenktafel am Wiener Schottenstift der Name Terramare angebracht wurde.

 


 

P.E.N.-Club

Viel Engagement und Arbeit flossen auch in die Reformierung, Neustrukturierung  und Darstellung des Österreichischen P.E.N.Clubs, dessen große Strukturreform MH-K maßgeblich geprägt hat und dessen Vizepräsident MH-K von 2000 bis 2010 gewesen ist. www.pen.at

 

Bildunterschrift: MHK mit Vaclav Havel und Jiri Grusa anlässlich eines PEN-Treffens in Prag

 

 

MH-K beim „International Congress – Writers in Prison”  Istanbul, 2005


V.Ö.F.S.

1993 gründete H-K den VÖFS, den „Verband Österreichischer  Filmschauspieler“, eine inzwischen schlagkräftige Interessenvertretung,  der mittlerweile auch die namhaften österreichischen TV-und Film-Schauspieler angehören und dem MH-K bis 1996 als Präsident vorstand. Heute Ehrenpräsident verfolgt er das gedeihliche Wachsen und die Aktivitäten der Organisation. www.austrian-actors.com

 

 


POLITIK

MH-K ist keiner, der sich ein Blatt vor den Mund nimmt. Auch wenn er ironisch anmerkt: „Österreichische Innenpolitik hat mir mein Arzt verboten“ ist MH-K interessierter und leidenschaftlicher Beobachter und  bezieht als scharfzüngiger Intellektueller in oft bissig polemischen Kommentaren in Tages- und Kulturzeitungen gegen eine heute verbreitete Schwarz-Weiß-Sicht

komplexer Zusammenhänge Stellung. Dabei steht immer Europa und die Transnationalisierung im Mittelpunkt, die MH-K als unabdingbar notwendig für eine einige und starke EU hält.

(siehe auch das vorletzte Buch von MH-K „Wortmeldung – Polemiken,Pointen, Poesien“ )

 

 


G R Ü N

Als Grüner der ersten Stunde, als Atomkraftgegner und neben anderen Engagements auch seinerzeitiger Kämpfer in  der Hainburger Au, schreibt er aber auch, wo sich Gelegenheit bietet für ein Umdenken im ökologischen Sinn, nimmt Stellung, wo er gefragt wird und  lebt diese Überzeugung aber auch aktiv im täglichen Leben.

                             

 

 


K R I T I S C H

 

Ob es ein Integrationssymposium im Wiener Rathaus ist, wo Themen wie Ausländerhass oder die moralische Rolle der Medien behandelt werden, ob es buddhistische Symposien auf der Uni mit internationalen Teilnehmern sind, ob Zweiergespräche mit Persönlichkeiten wie Jiri Grusa, oder dem Nobelpreisträger Istvan Kertesz , ob Diskussionen über Tracht und Tümelei, oder Symposien zu Bildung, oder anderen gesellschaftspolitischen Themen – es gibt kaum ein Tema, wo MH-K nicht schon als Diskussionsleiter oder Mitwirkender auf einem Podium saß,.
„Ich habe keine Freizeit – sonst hätte ich ja auch eine Unfrei-Zeit, ich habe Lebenszeit“ meint MH-K. Und so bestimmen seine vielfältige Interessen sein Leben: Vorträge, Ausstellungen, Symposien, Diskussionsveranstaltungen, als Aktiver, oder als Zuseher, Bücher, Museen und Galerien und dazu viel persönlicher Umgang mit den vielfältigsten Menschen in aller Welt, ob Buddhisten, Juden, Christen usw… „ der Friede zwischen den Religionen ist für mich ohne Zweifel eine der ersten Bedingungen zum Entstehen einer neuen, weltumfassenden Ethik“, dazu das Schreiben -„auch das Briefeschreiben ist eine aussterbende Kunst, die ich pflegen will“ ) und immer wieder die verschiedensten Soloauftritte und Entwicklung neuer Programme. „Langeweile kenne ich nicht“.
Dazu ist er auch ein immer gefragterer Laudator.


A D – E V E N T S

1998 und 2000 gründete Herz-Kestranek als Veranstalter und Produzent zwei große unterschiedliche und alljährliche Advent-Veranstaltungsreihen.

Den  „Salzkammergut Advent‘  in Bad Ischl, ein alpenländisches Adventsingen  unter seiner Gesamtleitung und Mitwirkung, mit der besten Volksmusik der Region und österreichischer Winter- und Weihnachtsliteratur, zum Großteil aus der Feder des Autors Herz-Kestranek. So hat MH-K mit dem Knecht Auer Michl, einem  Salzkammergut Original eine Figur geschaffen, die bereits zur Kultfigur geworden  ist.

Daneben gründete, produzierte und leitete MH-K duch vier jahre hindurch „Wiener Advent“, ein großstädtisches wienerisches  literarisch-musikalisches Adventkonzert mit Musikern aus den ersten Wiener Orchestern,  weihnachtlicher Schrammelmusik, Chören und musikalischen Crossover-Gästen

und zum Teil eigenen Texten.

 

 

 

                                    

 

     

 

Auch hier fungierte Herz-Kestranek neben der Veranstalter- und Produzententätigkeit, als musikalischer- und Gesamtleiter, als Dramaturg und Bühnenbildner und  als Hauptdarsteller. Einzigartig bei diesen Adventveranstaltungen waren musikalische Stargäste  aus den neuen EU-Mitgliedstaaten. Unter dem von MH-K geschaffenen Begriff „Alte  Nachbarn- Neue Brüder“ holte MH-K jedes Jahr neue Musikgruppen und Solisten nach Wien und Bad Ischl und vereinte auf völkerverbindende Weise europäische Advent -Traditionen im Sinne eines erweiterten Begriffes

von „Adventus-Ankunft“ als der Ankunft eines friedvollen toleranten  Europa.

Diese beiden unterschiedlichen Adventkonzerte hatten zusammen oft mehr als 100 Mitwirkende aus mehreren Ländern, lockten alljährlich mehrere tausend Zuseher in die Hallen und wurden zu Institutionen mit Gastspielen in anderen österreichischen  Städten.