diverse aktivitäten
(siehe auch: aktuelles/***specials)
EU
Viele Aktivitäten von Miguel Herz-Kestranek, wie z.B. die Leitung von
Podiumsgesprächen, oder Moderationen sind heute dem Gedanken der neuen
europäischen Einheit gewidmet. Als leidenschaftlicher Europäer und überzeugt
von diesem größten freiwilligen (!) Demokratie-und Friedensprojekt der Geschichte ist Herz-Kestranek
auch Beiratsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik.
www.euro-info.net

MH-K als Gesprächsleiter Podiumsdiskussion Europatag 09. Mai 2005 mit dem österreichischen Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel, Aussenministerin Ursula Plassnik, EU-Kommissare Jan Figel, Richard Corbett
EU-Diskussion mit MHK "EUROPA - VISION UND WIRKLICHKEIT" 27.März 2007 =>zeigen
 Lesesaal Uni Wien---(rechtes Bild:v.l.n.r.: Dr.Erhard Busek, Vizekanzler a.D.,Sonderkoordinator Stabilitätspakt Südosteuropa // MH-K // Moderator Dr.Rolan Adrowitzer, langj.Leiter ORF Studio Brüssel // Vizerektor Uni Wien Prof.Dr.Mag.Arthur Mettinger // Dr.Hannes Androsch, Vizekanzler a.D.
P.E.N.-Club
Viel Engagement und Arbeit fließen auch in die Reformierung, Neustrukturierung
und Darstellung des Österreichischen P.E.N.Clubs, dessen große Strukturreform
er maßgeblich geprägt hat und dessen Vizepräsident MH-K seit 2000
ist.

V Ö F S
1993 gründete H-K den VÖFS, den "Verband Österreichischer
Filmschauspieler", eine inzwischen schlagkräftige Interessenvertretung,
dem mittlerweile die namhaftesten Schauspieler angehören und dem Herz-Kestranek
bis 1996 als Präsident vorstand. (www.austrian-actors.com)
P O L I T I K
Dazu tritt er in meist scharfen, oft auch bissig polemischen Kommentaren in
Tages- und Kulturzeitungen gegen eine heute so verbreitete Schwarz-Weiß-Sicht
komplexer Zusammenhänge, etwa in der Beurteilung derzeitiger politischer
Lagen, auf. siehe auch das letzte Buch von MH-K "Wortmeldung - Poelmiken,Pointen, Poesien" (200)
G R Ü N
Als Grüner der ersten Stunde, als Atomkraftgegner und Kämpfer in
der Hainburger Au, schreibt er aber auch, wo sich Gelegenheit bietet für
ein Umdenken im ökologischen Sinn.
K R I T I S C H
Die Lesetätigkeit brachte Herz-Kestranek auch zur Tätigkeit als Diskussionsleiter
bei verschiedensten Podiumsgesprächen, wie z.B. beim mehrtägigen Integrationsforum
im Wiener Rathaus, wo Themen wie Ausländerhass oder die moralische Rolle
der Medien behandelt wurden. Etliche Male leitete er internationale buddhistische
Symposien an der Wiener Universität und bestritt Podiums-Zweiergespräche
mit Persönlichkeiten wie dem ehemlaigen Dissidenten und jetzigen P.E.N.
Welt-Präsident Jiri Grusa.

Treffen in Prag 2004 mit Vaclav Havel (2. v rechts) und Jiri Grusa (ganz links)
Neben den vielfältigsten Moderationen, die Herz-Kestranek vorwiegend selbst
schreibt, ist er auch ein immer gefragterer Laudator.
E X I L
Vor allem aber das Thema E x i l und E m i g r a t i o n 1938 zog und zieht sich nach wie
vor durch viele Arbeiten von Miguel Herz-Kestranek. So ist er seit September 2008 Vizepräsident der ÖGE, der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Exilforschung. Sein Interesse, aber auch seine jüdischen Wurzeln brachten und bringen seine aktive Beschäftigung mit österreichischer Zeitgeschichte mit sich, die auch immer wieder in seine Rezitationsprogramme einfließen.
So gestaltete er bei zahlreichen Veranstaltungen anlässlich von zeitgeschichtlichen
Gedenktagen und ähnlichen Anlässen aus einem inzwischen großen
literarischen Fundus jeweils sensible und tiefgehende programmatische Lesungen
zum Thema Österreich und dessen geschichtlicher Vergangenheit, zum Teil
auch in Publikationen dokumentiert.
So z.B. "Das Österreichische im Spiegel der Literatur 1918 bis 1934",
1934 - 1938, oder "Verfemt bis vergessen - Österreichische Literatur
im Exil".
Das Trauma Exil ist auch Inhalt von Herz-Kestranek's Büchern, z.B. über
die Emigration seines Vaters 1938 nach Uruguray "Also hab ich nur mich
selbst - Stationen eines großbürgerlchen Emigranten 1938-1945".
MH-K ist zusammen mit Historikern und Germanisten der derzeit umfassendsten Anthologie österreichischer Exillyrik "In welcher Sprache träumen Sie?", (2007) sowie der Lebensgeschichte einer österreichischen
Emigrantin in Israel vom Beginn der Dreissiger Jahre bis zum Ende des letzten
Jahrhunderts "Herrlich ists in Telaviv - aus der Wiener Perpektiv", (2006)
Exilgedichte sind auch ein zentrales Thema im Buch über den österreichischen
Lyriker Theodor Kramer, das Miguel Herz-Kestranek herausgab und welches mithalf,
diesen großen vertriebenen jüdischen Dichter wiederzuentdecken, und
das Thema Exil ist auch im Buch "Mit Èjzes bin ich versehen"
zu finden.
Miguel Herz-Kestranek ist Kuratoriumsmitglied des
DÖW, des "Dokumentationszentrums des Österreichischen Widerstandes".
Als dies für österreichische bzw. für Wiener Künstler und
Intellektuelle noch nicht "political correct" war, suchte er den Kontakt
zum Wiener jüdischen Gemeindezentrum und gestaltete dort etliche Vortragsabende,
wobei er seine Absicht verwirklichen konnte, Publikumsschichten, die noch nie
von dieser jüdischen Institution gehört hatten, anzuziehen und auf
diese Weise zum Abbau von Barrieren beizutragen.
Im damals durch die sogenannnte "Waldheimaffäre" sensiblen sogenannten
"Anschluss-Bedenkjahr" 1988, bereiste Herz-Kestranek im Anschlussmonat
März auf einer Lesetournee für vertriebene ehemalige Österreicher
mit dem Programm "A propos Wien" Israel.
Bei dieser Gelegenheit gestaltete er für den ORF das literarische TV-Feuilleton
"Vergiß das Wort, vergiß das Land" über österreichische
Emigranten in Israel, das zweimal im Österreichischen Fernsehen ausgestrahlt
wurde und mittlerweile vom Österreichischen Unterrichtsministerium für
schulbildnerische Zwecke verwendet wird.
Mit Programmen vetriebener jüdischer Wiener Dichter machte er auch zwei
Tourneen in die USA. In New York, Washington, Los Angeles und San Franzisco
las er diese österreichisch - jüdische Literatur in Kulturzentren,
Universitäten , bei jüdischen Organisationen zum Teil vor großer
Zuhörerschaft in großen Sälen.
Auch zeigte er dabei seinen in Israel gedrehten Film und brachte so bei den
den zahlreichen Veranstaltungen nicht nur die Literatur jüdischer österreichischer
Dichter, sondern auch die damit verbundene Thematik den seinerzeit vertriebenen
Altösterreichern, aber vor allem jungen Auslandsösterreichern nahe.
1938
Der Umgang und die Korrespondenz mit 1938er-Emigranten hat einen großen
Stellenwert im Leben von Miguel Herz-Kestranek.
Im österreichischen Parlament gestaltete und rezitierte Miguel Herz-Kestranek
im Jahre 2003 den literarischen Teil der Feierstunde gegen Gewalt und Rassismus
am Gedenktag am 5. Mai und erinnerte in seiner programmatischen Lesung in Anwesenheit
aller Abgeordneten und des österreichischen Bundespräsidenten an die
Vertreibung und Exil im Jahre 1938.
Seine Freundschaft mit dem aus Wien nach New York emigrierten internationalen
Bestsellerautor Frederic Morton fand ihren Ausdruck unter anderem darin, daß
Morton die Bücher Herz-Kestraneks bei zwei großen Buchpräsentationen
vorstellte und die Laudatio hielt.
Seit den Dreharbeiten zu der TV-Dokumentation "Vergiß das Wort,
vergiß das Land" über österreichische Juden, die 1938 in
Israel eine neue Heimat gefunden haben, stand er in Verbindung mit der inzwischen
92-jährig verstorbenen Anny Robert in Israel, deren Lebensgeschichte und
Gedichte er mitherausgegeben hat.
Er steht auch in Verbindung mit dem fast 92-jährigen Jaques Arndt in Buenos
Aires, der über Jahrzehnte hindurch in zahllosen Kultursendungen seine
österreichische Heimat, die ihn vertrieben hatte, in Argentinien bekannt
gemacht hat. Herz-Kestranek hat ihn für eine österreichische Ehrung
vorgeschlagen, die dieser Vertriebene mittlerweile auch erhalten hat.
Freundschaft und Kontakt verbindet ihn auch mit dem 92-jährigen österreichisch-jüdischen
Schriftsteller Fritz Kalmar in Montevideo, für dessen letztes Buch "Das
Wunder von Büttelsburg" (Ibera-Verlag, 1999, ISBN 3-900436-83-5) Herz-Kestranek
das Cover-Bild gezeichnet und das Vorwort geschrieben hat.
Er erwirkte die späte Aufnahme Kalmars in den Österreichischen P.E.N-Club
und hielt anlässlich der Buch- Präsentation die Laudatio über
Fritz Kalmar.
Für den in der Emigration in La Paz verstorbenen und bislang vergessenen
großen Österreicher, den Theatermann und Dichter Georg Terramare,
dessen berührendes letztes Werk, die "Wiener Weihnachtslegenden"
Herz-Kestranek als Buch und als CD herausbrachte, gelang es, auf Herz-Kestraneks
Initiative hin, daß auf einer Ehrengedenktafel am Wiener Schottenstift
der Name Terramare angebracht wurde.
A d E v e n t s
1998 und 2000 gründete Herz-Kestranek als Veranstalter und Produzent zwei
große unterschiedliche und alljährliche Advent-Veranstaltungsreihen.
"Salzkammergut Advent' in Bad Ischl, ein alpenländisches Adventsingen
unter seiner Gesamtleitung und Mitwirkung, mit der besten Volksmusik der Region,
österreichischer Winter- und Weihnachtsliteratur, zum Großteil aus
der Feder des Autors Herz-Kestranek. So hat er mit dem Knecht Auer Michl, einem
Salzkammergut Original eine Figur geschaffen, die bereits zur Kultfigur geworden
ist.
Und: "Wiener Advent", ein großstädtisches wienerisches
literarisch-musikalisches Adventkonzert mit Musikern aus den ersten Wiener Orchestern,
weihnachtlicher Schrammelmusik, Chören und musikalischen Crossover-Gästen
und zum Teil eigenen Texten.
Auch hier fungiert Herz-Kestranek neben der Veranstalter- und Produzententätigkeit,
als musikalischer- und Gesamtleiter, als Dramaturg und Bühnenbildner und
als Hauptdarsteller.
Einzigartig bei diesen Adventveranstaltungen sind musikalische Stargäste
aus den neuen EU-Mitgliedstaaten. Unter dem von MH-K geschaffenen Begriff "Alte
Nachbarn- Neue Brüder" holt Herz-Kestranek jedes Jahr neue Musikgruppen
und Solisten nach Wien und Bad Ischl und vereint auf völkerverbindende
Weise europäische Advent -Traditionen im Sinne eines erweiterten Begriffes
von "Adventus-Ankunft" als der Ankunft eines friedvollen toleranten
Europa.
Die beiden unterschiedlichen AdEvents haben zusammen oft mehr als 100 Mitwirkende
aus drei Ländern, locken mittlerweile viele tausend Zuseher in die Hallen
und sind bereits zu Institutionen mit Gastspielen in anderen österreichischen
Städten geworden.
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